Start Politik Hessen Serious Game: Bewerbungsfrist endet (Update)

Hessen Serious Game: Bewerbungsfrist endet (Update)

Studios aus Frankfurt/Main und ganz Hessen können sich für Fördermittel des Programms Hessen Serious Game bewerben (Foto: Fröhlich)
Studios aus Frankfurt/Main und ganz Hessen können sich für Fördermittel des Programms Hessen Serious Game bewerben (Foto: Fröhlich)

Das Land Hessen fördert via Hessen Serious Game abermals die Entwicklung von Computer- und Videospielen: Anträge müssen bis 30. April 2022 gestellt werden.

Die Wettbewerbsfähigkeit des Games-Standorts Hessen auf nationaler und internationaler Ebene zu steigern und Gründungen zu forcieren – das ist das Ziel des Programms Hessen Serious Game. Die staatlichen Zuschüsse zielen explizit auf Serious Games, also Spiele, die neben Spaß auch Wissen oder Fähigkeiten vermitteln – etwa mit Blick auf Nachhaltigkeit, Gesundheitsförderung, Personal-Akquise oder Stadtplanung.

In der ersten Phase profitierten in Summe sieben Entwickler von einem einmalig aufgestockten Fördertopf von 325.000 €, darunter das Wiesbadener Studio Gentlymad (Endzone: A World Apart).

Mit der Umsetzung der zweiten Runde hat das federführende Wirtschaftsministerium erneut die Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen (WIBank) beauftragt, die in dieser Woche den offiziellen Förderaufruf gestartet hat.

Bezuschusst wird die Entwicklung marktfähiger Games-Konzepte sowie die Erstellung spielbarer Level oder Module. Antragsberechtigt sind Unternehmen, Gründer und Hochschulabsolventen mit Sitz oder Wohnort in Hessen. Explizit nicht gefördert werden unter anderem Vorhaben, die „sexuelle Vorgänge oder Brutalitäten in aufdringlich vergröbernder spekulativer Form“ darstellen.

Wer die Anforderungen erfüllt, erhält einen Zuschuss von maximal 60 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben – begrenzt auf 50.000 €.

Die vollständigen Unterlagen müssen bis zum 30. April 2022 vorliegen. Alle Informationen sowie Antrags-Formulare und Kontakt-Daten der Ansprechpartner finden Sie auf der Website der WIBank.

Die Standortinitiative Gamearea Hessen hatte den Start der hessischen Games-Förderung zwar grundsätzlich begrüßt – gleichwohl fordert deren Vorstand eine substanzielle Aufstockung der Mittel auf mindestens zwei Millionen Euro. Erst dann sei das Bundesland im nationalen Vergleich gut aufgestellt. Zum Vergleich: Allein der Games-Fördertopf der Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg lag im Jahr 2021 bei 3,7 Millionen Euro.