Start Wirtschaft Upjers: Der stille Free2play-Star aus Bamberg

Upjers: Der stille Free2play-Star aus Bamberg

Die Gründer und Geschäftsführer: Marika und Klaus Schmitt
Die Gründer und Geschäftsführer: Marika und Klaus Schmitt

Zwei Drittel seines Umsatzes macht Upjers in Deutschland – inzwischen zählt der Free2play-Entwickler mehr als 100 Millionen Registrierungen.

In einer Kundendatenbank im Gewerbegebiet am Bamberger Hafen ist in den vergangenen Tagen der Spielerkonto-Zählerstand auf eine neunstellige Zahl umgesprungen: Upjers meldet 100 Millionen Spieler, die sich während der vergangenen elf Jahre für einen der über 50 Free2play-Titel registriert haben.

Im Vergleich zu Crytek, InnoGames oder Blue Byte gehört Upjers eher zu den stillen Stars der deutschen Games-Branche. Dabei ist das Unternehmen aus der oberfränkischen Domstadt bereits seit 2006 im Geschäft: Das Gründer-Ehepaar Klaus und Marika Schmitt beschäftigt mittlerweile fast 100 Mitarbeiter. Damit ist Upjers neben CipSoft (Regensburg) und Travian Games (München) einer der drei großen Games-Arbeitgeber in Bayern. Browsergames wie „Kapiland“, „Kapiregnum“ und insbesondere „Wurzelimperium“ sind seit rund zehn Jahren am Netz.

Spezialität von Upjers sind Free2play-Aufbauspiele mit Knuddeloptik – vom Bauernhof („My Free Farm“) über den Zoo („My Free Zoo“) bis hin zur Tierhandlung („Wauies“). Regelmäßige Updates halten die Community bei Laune.

Werbe-Erlöse und kostenpflichtige Zusatz-Inhalte sind die Hauptsäulen des Umsatze: Wenngleich das Sortiment in bis zu 20 Sprachen angeboten wird, erwirtschaftete der Heimatmarkt zuletzt zwei Drittel des Umsatzes.

Die Upjers-Klassiker Kapiland, Kapiregnum und Wurzelimperium sind nach wie vor in Betrieb.
Die Upjers-Klassiker Kapiland, Kapiregnum und Wurzelimperium sind nach wie vor in Betrieb.

Upjers: Volle Kraft voraus im Mobilegames-Segment

Analog zu den meisten anderen Onlinegames-Anbietern hat sich das Geschäft mit den zwei Dutzend Browsergames in den vergangenen Jahren rückläufig entwickelt. Laut Risikobericht sei es „immer schwerer, neue Kunden für den Kernmarkt Browsergames zu finden.“ Eine weitere Gefahr drohe durch die rückgehende Akzeptanz des Flash-Players, auf dem 2015 drei der fünf wichtigsten Umsatzträger basierten.

Derweil wachsen Angebot und Reichweite der mehr als 30 Mobilegames – bereits im vorletzten Jahr hat Upjers 17 neue Spiele in den Appstores von Apple, Google und Amazon veröffentlicht. Dementsprechend sind die Investitionen in die Entwicklung neuer Smartphone-Spiele kräftig gestiegen, auch wenn die Mobile-Sparte zu diesem Zeitpunkt nur 4 Prozent der Einnahmen beisteuerte.

Derzeit hat das Unternehmen 14 freie Stellen ausgeschrieben.

Weitere Informationen zu Upjers finden Sie unter anderem im Artikel „Mobile Games: Überleben im App-Store„.

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