Start Sport Overwatch League: Blizzard etabliert eSports-Teams nach Vorbild von US-Profiligen

Overwatch League: Blizzard etabliert eSports-Teams nach Vorbild von US-Profiligen

Millennials wie diese jungen Herren sind die Hauptzielgruppe der Overwatch League (Foto: Blizzard Entertainment)
Millennials wie diese jungen Herren sind die Hauptzielgruppe der Overwatch League (Foto: Blizzard Entertainment)

Gut ein halbes Jahr nach Ankündigung der Overwatch League vergibt Blizzard Entertainment sieben Lizenzen mit eingebautem Gebietsschutz und Einnahmen-Teilung.

Egal ob Riot Games („League of Legends“), Valve („Dota 2“) oder jetzt Blizzard Entertainment („Starcraft 2“, „Hearthstone“): Die kleine Gruppe der Marktführer im eSports-Universum will erkennbar an der kompletten Wertschöpfungskette partizipieren. Blizzards jüngste eSports-Aktivitäten sind ein weiterer Beleg für diese These: Mit der 2016 angekündigten Overwatch League installiert der Spielehersteller eine Firmen-eigene Liga – mit eigenen Teams, eigenen Spielregeln und eigenem Geschäftsmodell.

Overwatch League: Blizzard teilt die Einnahmen mit Lizenznehmern

Nach dem Vorbild von US-Profiligen wie der NBA (Basketball), NHL (Eishockey) oder NFL (Football) entstehen „Overwatch“-Teams in Metropolen mit großem Einzugsgebiet. Diese Teams gehören einzelnen Personen oder Firmen. Ein Teil der Einnahmen wandert in einen gemeinsamen Liga-Topf, einige Erlöse werden mit Blizzard geteilt, den „Rest“ dürfen die Teams behalten.

Ziel ist es, dass sich eine lokale Fan-Kultur etabliert – die widerum die Basis bildet für Team-eigene Stars, Merchandising, Sponsoren, Werbung, Tickets und den Verkauf von „Fangegenständen“ innerhalb des Spiels. Den Werbekunden verspricht Blizzard „Möglichkeiten, die im Bereich des eSports beispiellos sind.“ Im Fokus steht insbesondere die begehrte, weil immer schwerer erreichbare Zielgruppe der sogenannten „Millennials“, also Teenager und junge Erwachsene.

Overwatch League: Blizzard Entertainment vergibt Lizenzen an sieben Investoren

Nach Informationen des US-Sportsenders ESPN sollen die sieben Teambesitzer einen zweistelligen Millionen-Dollar-Betrag auf den Tisch gelegt haben. Unter den Investoren finden sich solch illustre Persönlichkeiten wie der US-Industrielle Robert Kraft, einer der reichsten Unternehmer des Planeten.

Die neuen Teambesitzer im Überblick:

  • Boston: Robert Kraft, CEO der Kraft Group und Eigentümer des Football-Teams New England Patriots
  • New York: Jeff Wilpon, Mitgründer des Venture-Capital-Unternehmens Sterling VC und COO des Baseball-Teams New York Mets
  • Los Angeles: Noah Whinston, CEO des eSports-Teams Immortals
  • Miami/Orlando: Ben Spoont, CEO des eSports-Teams Misfits Gaming
  • San Francisco: Andy Miller, Gründer von NRG eSports
  • Seoul: Kevin Shou, Mitbegründer des koreanischen Mobilegames-Riesen Kabam
  • Shanghai: NetEase (chinesisches Internet-Unternehmen und Blizzard-Lizenznehmer in China)

Kontinente wie Europa, Australien oder Südamerika bleiben also vorerst unberücksichtigt.

Der Multiplayer-Shooter „Overwatch“ ist seit Mai 2016 auf dem Markt und verzeichnet weltweit mehr als 30 Millionen Spieler. Die ersten Spiele der Overwatch League starten Ende 2017 zunächst in Los Angeles – später sollen die Heim- und Auswärtsspiele in den Team-eigenen Arenen stattfinden.

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