Start Sport Paladins Premier League: Facebook setzt auf eSport-Wachstum

Paladins Premier League: Facebook setzt auf eSport-Wachstum

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Die "Paladins Premier League" startet im Herbst 2017 - exklusiv auf Facebook.

Facebook hat große eSport-Ambitionen: Mit Unterstützung durch die Profi-Vereinigung WESA und Hi-Rez Studios entsteht die Facebook-exklusive „Paladins Premier League“.

Zu einem Netzwerk von „meaningful communities“, also „bedeutsamen Gemeinschaften“, wolle er Facebook ausbauen. Das kündigte Gründer und CEO Mark Zuckerberg im Juni 2017 an. Derartige Gruppen widmen sich nicht nur gemeinsamen Interessen wie TV-Serien, Rauhaardackeln oder Fußballvereinen, sondern bieten auch wechselseitige Unterstützung, etwa bei der Vernetzung ganzer Stadtteile oder durch Betroffene von seltenen Krankheiten. Facebook will es seiner Kundschaft insbesondere ermöglichen, Menschen mit ähnlich gelagerten Interessen schlichtweg einfacher zu finden und sich auszutauschen.

Damit rückt das soziale Netzwerk ein Stückweit von jener Philosophie ab, die den einzelnen User bislang in den Mittelpunkt stellte – samt dessen Urlaub-Videos und Burgerladen-Fotos.

Zu diesen „meaningful communities“ zählen auch die Anhänger einzelner PC- und Videospiele. Und wie es sich für Facebook gehört, macht der Tech-Riese gleich Nägel mit Köpfen: Das US-Unternehmen Hi-Rez Studio baut ein komplettes eSport-Liga-System – und zwar mit exklusiver Unterstützung durch Facebook.

Paladins Premier League: Hi-Rez Studios baut eSport-Ökosystem mit Facebook

Im eSport ist Hi-Rez Studios durch Spiele wie „SMITE: Battleground of the Gods“ und „Paladins: Champions of the Realm“  schon länger verortet. Ab Herbst bilden zehn Profi-Teams der eSport-Vereinigung WESA den Grundstock für die „Paladins Premier League“. In der WESA sind neben der ESL unter anderem Fnatic, Mousesports, Ninjas in Pyjamas, SK Gaming und viele weitere bekannte Clans und Teams vertreten.

Die Matches werden selbstverständlich live via „Facebook Live“ übertragen, zudem soll es wöchentliche, professionell produzierte „Paladins eSports Shows“ geben.

Das Besondere: Die zehn eSport-Teams werden nicht nur an den Erlösen der Ligen beteiligt. Die „Paladins“-Profis erhalten darüber hinaus ein monatliches Fixgehalt, von dem sie ihren Lebensunterhalt bestreiten sollen.

In den offiziellen Facebook-Gruppen sollen die weltweit 15 Millionen Amateurspieler angemessene Gegner finden und herausfordern können. Dadurch entfällt das sonst übliche, Spiel-interne Matchmaking-System.

Paladins Premier League: Blaupause für ähnliche eSport-Modelle

Hi-Rez-Gründer Todd Harris erwartet durch die Kooperation ein beschleunigtes Wachstum für „Paladins“ – sowohl im Profi-Segment als auch bei ambitionierten Spielern.

Für Facebook handelt es sich um ein Pilotprojekt, dem im Erfolgsfalle rasch weitere folgen sollen. Das Facebook-Engagement ist nicht nur eine klare Kampfansage gegenüber der Amazon-Tochter Twitch, der im eSport-Segment bislang eine wesentliche Rolle zukommt. Es dokumentiert auch, dass sich die relevanten Tech- und Medien-Riesen in Stellung bringen, um beim erwarteten eSport-Boom möglichst von Anfang an dabei zu sein. Für Facebook-Manager Leo Olebe ist die Zusammenarbeit daher auch der Auftakt für eine aktivere Rolle im Games-Ökosystem.

Der offizielle Startschuss für die Paladins Premiere League soll noch in diesem Herbst erfolgen.

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