Start Politik 20 Jahre GameStar: Wirtschaftsministerin Zypries besucht Webedia

20 Jahre GameStar: Wirtschaftsministerin Zypries besucht Webedia

BIU-Geschäftsführer Felix Falk (links) und Webedia-CEO Marc-Andreas Albert (rechts) begrüßen Wirtschaftsministerin Brigitte Zypries.
BIU-Geschäftsführer Felix Falk (links) und Webedia-CEO Marc-Andreas Albert (rechts) begrüßen Wirtschaftsministerin Brigitte Zypries.

Einer ihrer letzten offiziellen Termine als Bundeswirtschaftsministerin führte Brigitte Zypries in die Berliner Webedia-Filiale. Anlass: der 20. Geburtstag von GameStar.

Im Berliner Stadtteil Kreuzberg – nur einen Steinwurf von Yager entfernt – befindet sich das Hauptquartier der Webedia Deutschland GmbH. Das französische Medienunternehmen kontrolliert Portale wie Moviepilot und Filmstarts.de, das Youtuber-Netzwerk Allyance und die beiden Traditionsmarken GameStar und GamePro.

Der 20. Geburtstag des PC-Spielemagazins GameStar war denn auch der Anlass für einen Abstecher von Brigitte Zypries, die im Januar 2017 die Nachfolge von Sigmar Gabriel im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie angetreten hat. Weil die erfahrene SPD-Politikerin nicht erneut für den Deutschen Bundestag kandidiert hat, führt sie das Amt der Wirtschaftsministerin noch so lange kommissarisch, bis der neue Minister der künftigen Koalition vereidigt wird.

Brigitte Zypries: „Deutsche Branche muss gezielt gefördert werden.“

Stutzig gemacht haben dürfte Zypries, dass sie in Berlin gar keine GameStar-Redakteure vorgefunden hat – denn die Spiele-Redaktionen haben ihren Sitz seit jeher in München. Begrüßt und durch die Räumlichkeiten geführt wurde die Ministerin vom neuen Webedia-CEO Marc-Andreas Albert, der erst seit September die Geschäfte führt. Webedia sei als „langjähriger Medien- und Servicepartner der deutschen Spielebranche“ an einer langfristigen Unterstützung der Politik für den Games-Standort Deutschland interessiert. Gerade mit Blick auf die Segmente eSport und Livestreaming freut sich Webedia über das zunehmende Interesse von branchenfremden Unternehmen.

Ebenfalls vor Ort: Felix Falk, Chef des Branchenverbands BIU. Er stellt fest, dass Computer- und Videospiele von immer mehr Politikern als relevantes Wirtschafts- und Kulturgut wahrgenommen werden. Diese gestiegene politische Anerkennung müsse nun zu „schnellstmöglich“ zu besseren Rahmenbedingungen für die deutsche Games-Branche führen, am liebsten in Form der geforderten Entwicklungsförderung auf Bundesebene. Nur so hätten Games made in Germany das Potenzial, „ein echter Exportschlager zu werden“, so Falk.

Brigitte Zypries – die bereits 2011 als eine von wenigen Politikerinnen an der von Dorothee Bär (CSU) mitorganisierten Bundestags-LAN-Party im Reichstag teilgenommen hatte – pflichtet dem BIU-Geschäftsführer bei. Deutschland sei zwar ein wichtiger Absatzmarkt für Computerspiele, hinke aber als Produktionsstandort hinterher. Deshalb schließt sich Zypries der Forderung nach Förderung an, damit deutsche Studios im internationalen Wettbewerb aufholen könnten.

 

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