Start Politik Standort-Studie der Games-Branche: Endspurt läuft

Standort-Studie der Games-Branche: Endspurt läuft

Träger der Standort-Studie zur Gamesbranche: GAME, BIU, die Hamburg Media School und die Bundesländer Hessen und Berlin
Träger der Standort-Studie zur Gamesbranche: GAME, BIU, die Hamburg Media School und die Bundesländer Hessen und Berlin

Nur noch bis Mitte Februar bleibt Studios, Publishern und Dienstleistern, um sich an der Standort-Studie der deutschen Games-Branche zu beteiligen.

Rechtsform, Gründungsjahr und Standorte sind noch die einfacher zu beantwortenden Fragen – dann geht es ans Eingemachte: Umsätze, Personalkostenanteil, Finanzierungsquellen, Mitarbeiterzahlen, Frauenanteil und Einschätzungen zu Standortfaktoren werden abgefragt.

Alle Daten fließen am Ende in die bundesweit erste Studie zur Computer- und Videospielindustrie in Deutschland. In Auftrag gegeben wurde das Projekt Mitte September 2016 – jetzt liegt die Datenerhebung in den letzten Zügen, bevor sich Prof. Dr. Müller-Lietzkow (Uni Paderdorn) und Prof. Dr. Oliver Castendyk mit seinem Team der Hamburg Media School an die Auswertung machen.

Standort-Studie der deutschen Games-Branche: Umfrage endet in wenigen Wochen

Knapp 125.000 Euro kostet die Studie. Den größten Brocken trägt das Kanzleramt: Die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien steuert 40.000 Euro bei. Der Branchenverband BIU sponsort die Studie mit 35.000 Euro, aus den Töpfen des GAME Bundesverbands kommen weitere 15.000 Euro. Den selben Betrag steuern die Berliner Senatskanzlei und das hessische Wirtschaftsministerium bei. Die Hamburg Media School beteiligt sich schließlich mit knapp 5.000 Euro.

Nach Auskunft der hessischen Landesregierung soll die Studie nicht nur „wichtige Erkenntnisse und Impuluse zur Entwicklung nachhaltiger und wettbewerbsfähiger Unternehmensstrategien“ liefern. Vielmehr sollen aus den Ergebnissen und Statistiken „passgenaue wirtschaftspolitische Maßnahmen“ abgeleitet werden, sprich: Standortförderung.

Warum sich Hessen an der Finanzierung der Standort-Studie beteiligt

In einer Stellungnahme verweist Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir (Bündnis 90/Die Grünen) darauf, dass bislang belastbare Daten fehlen, angefangen von betriebswirtschaftlichen Kennzahlen bis hin zur Personalstruktur.

Mit Crytek, Deck 13, Limbic Entertainment, Foundry 42 und Keen Games haben gleich mehrere der größten Spiele-Entwickler Deutschlands ihren Sitz in Hessen.

Außerdem ist der Großraum Frankfurt/Main seit langem Sitz von Deutschland- und Europa-Zentralen relevanter Publisher wie Sony Interactive Entertainment, Konami, Nintendo of Europe und Zenimax.

Standort-Studie der Games-Branche: Teilnahme noch bis Mitte Februar möglich

Die Verbände und das Forschungs- und Kompetenzzentrum Audiovisuelle Produktion (FoKo) der Hamburg Media School werben eindringlich dafür, sich noch in den nächsten Tagen an der Studie zu beteiligen. Nur so sei ein realistisches Abbild des Status Quo möglich. Weitere Auskünfte und Ansprechpartner finden sich auf der Website der Hamburg Media School.

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