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Saarland steigt in Games-Förderung ein

Saarlands Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer plant gemeinsam mit der SPD den Einstieg in die Games-Förderung (Foto: CDU Saar)
Saarlands Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer plant gemeinsam mit der SPD den Einstieg in die Games-Förderung (Foto: CDU Saar)

Ein großer Schritt für ein kleines Bundesland: Die CDU-SPD-Koalition will 100.000 Euro für die Förderung der Games-Entwicklung im Saarland bereitstellen.

Wenn am kommenden Montag und Dienstag (4. und 5. Dezember) der Haushalt für das Jahr 2018 verhandelt wird, darf sich auch die – noch – übersichtliche Games-Branche des Saarlands Hoffnungen auf staatliche Unterstützung machen.

Denn nach einer zweitägigen Haushalts-Klausur hat sich die Große Koalition aus CDU und SPD unter Leitung der wiedergewählten Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) darauf verständigt, erstmals auch Mittel für die Entwicklung von Computer- und Videospielen bereitzustellen.

Saarland steigt in Games-Förderung ein

Durch Umschichtungen und Einsparungen im 4-Milliarden-Euro-Haushalt haben sich Spielräume ergeben, von denen unter anderem auch ehrenamtliches Engagement, der Naturschutz und die Justiz profitieren sollen.

Unter der Überschrift „Ausbau der Digitalisierung“ schreibt die CDU-Fraktion:

„Wir wollen den Medien- und Kreativstandort Saarland durch die Etablierung einer Games-Förderung stärken und stellen dafür Mittel in Höhe von 100.000 Euro in den Haushalt der Staatskanzlei ein. Zu vergleichsweise geringem Invest mit hohem Output kann sich das Saarland in einem hoch dynamischen Markt früh und nachhaltig positionieren, die Synergieeffekte des gut aufgestellten IT-Standortes im Land nutzen und die Wachstumsindustrie anschieben.“

Vorbehaltlich der erwartbaren Zustimmung des Saarbrückener Landtags in der ersten Dezemberwoche wird das Saarland also ab 2018 in die Förderung von Computer- und Videospiele einsteigen.

Games-Entwicklung im Saarland: Potenzial durch Hochschulen

Die saarländische Entwickler-Szene ist bislang überschaubar und natürlich nicht vergleichbar mit der rührigen Startup-Szene in Hamburg oder Berlin. Allerdings ergibt sich durch die Informatik- und Medienstudiengänge an den Hochschulen und Unis Potenzial für Neugründungen und Kooperationen. Zu den größeren Studios an der Saar gehört unter anderem das Lernspiel-App-Team von PeachyApps.

Zuletzt hatten unter anderem Nordrhein-Westfalen, Bayern und Niedersachsen angekündigt, die Mittel für die Games-Förderung aufzustocken. Keine dezidierten Förder-Instrumente gibt es bislang in Hessen, Schleswig-Holstein, Rheinland-Pfalz und Hamburg: In der Hansestadt wollen Investoren die Sache selbst in die Hand nehmen und einen privaten Games-Fonds in Millionenhöhe auflegen.

Die von den Branchenverbänden geforderte Games-Förderung auf Bundesebene befindet sich derzeit auf dem Wartegleis: Nach dem Scheitern der Jamaika-Sondierungen ruhen die Hoffnungen jetzt auf einer möglichen Neuauflage der Großen Koalition.

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