Start Politik Nordrhein-Westfalen: 1 Million Euro mehr für Medienförderung

Nordrhein-Westfalen: 1 Million Euro mehr für Medienförderung

Nathanael Liminski ist Chef der Staatskanzlei des Nordrhein-Westfälischen Ministerpräsidenten Armin Laschet (Foto: Land NRW/R. Sondermann)
Nathanael Liminski ist Chef der Staatskanzlei des Nordrhein-Westfälischen Ministerpräsidenten Armin Laschet (Foto: Land NRW/R. Sondermann)

Mit einem aufgestockten Medien-Haushalt rüstet sich die NRW-Landesregierung für den Wettbewerb mit rührigen Games- und Film-Standorten wie Berlin und Bayern.

Nordrhein-Westfalen will verlorenen Boden gutmachen: Die neue schwarz-gelbe Landesregierung hat sich im Koalitionsvertrag auf eine Stärkung des Medienstandorts verständigt und dazu eine Reihe konkreter Maßnahmen verabredet. Unter anderem ist die Gründung eines Exzellenz-Startup-Centers mit Schwerpunkt „Unterhaltungssoftware / Games“ vorgesehen.

Nachdem die Budgets der NRW-Förderagentur in den vergangenen Jahren regelmäßig nach unten korrigiert wurden, heißt es nun im Koalitionsvertrag: „Wir werden die Mittel für die Film- und Medienförderung einschließlich von Web-Inhalten und Games erhöhen.“

Zuständig für diese Töpfe ist der frischgebackene Staatskanzlei-Chef Nathanael Liminski, der in der vergangenen Woche die Details des Medienhaushalts im Landtagsausschuss für Kultur und Medien vorgestellt hat. Fast 24 Millionen Euro stehen für die Medien- und Netzpolitik im Jahr 2018 zur Verfügung.

Alleine die Fördermittel für die Film- und Medienstiftung NRW steigen um eine Million Euro auf 10,6 Millionen Euro – verteilt auf 500.000 Euro im Bereich Film/TV und 500.000 Euro für innovative Digitalprojekte, inklusive Games.

Auch andere Projekte profitieren: Zur Digitalisierung des deutschen Filmerbes steuert Nordrhein-Westfalen 700.000 Euro bei.

Deutsche Games-Projekte mit Förderbescheiden von mehr als 100.000 Euro (Stand: November 2017)

Nordrhein-Westfalen erhöht Mittel für Film- und Fernsehstiftung

Zu den erklärten Zielen der NRW-Landesregierung gehört es laut Liminski, im Wettbewerb mit anderen Bundesländern aufzuschließen und eine Trendwende einzuleiten. Insbesondere Bayern und Berlin investieren kräftig in die Standortförderung, allerdings liegt der Schwerpunkt weiterhin bei Film- und Fernseh-Produktionen. Die Mittel für die Games-Förderung des FFF Bayern steigen von derzeit 1,2 Millionen Euro auf künftig 1,8 Millionen Euro.

Zuletzt hatte die SPD-CDU-Koalition in Niedersachsen einen Ausbau der Nordmedia-Förderung beschlossen, die gleichzeitig für Bremen zuständig ist.

Weitere Informationen zum Thema Games-Förderung finden Sie in diesen Beiträgen:

Kommentar oder Frage?
Teilen

Kommentieren Sie den Artikel

Please enter your comment!
Please enter your name here