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GamesWirtschaft Studiotour Episode 3: Wooga in Berlin

Heimat von Wooga: die Berliner Backfabrik.
Heimat von Wooga: die Berliner Backfabrik.

Die wohl schönsten Büros der deutschen Spiele-Entwickler-Landschaft finden sich in der Berliner Backfabrik: GamesWirtschaft nimmt Sie mit hinter die Kulissen von Wooga.

Wer wissen möchte, wie viele Mitarbeiter bei Wooga beschäftigt sind und wie hoch der Ausländeranteil ist, muss nur einen Blick auf den Bildschirm im Empfangsbereich werfen: Am Tag unseres Besuchs sind es exakt 269 Personen aus 43 Ländern mit 56 unterschiedlichen Nationalitäten (derzeit Platz 8 im GamesWirtschaft-Ranking).

Es erklärt, warum Englisch seit jeher die Wooga-Amtssprache ist.

Noch vor einem Jahr lag der Personalstand schon mal deutlich höher, bei rund 300 Mitarbeitern. Doch bereits 2015 war nach eigenen Aussagen ein „enttäuschendes Jahr“ – die neuen Spiele zündeten nicht, der Umsatz entwickelte sich erstmals seit 2009 rückläufig (von 47 Mio. Euro auf 41 Mio. Euro). Gleichzeitig stiegen Personal- und Marketing-Ausgaben: Die „aggressive Investitionspolitik“ in der frühen Phase des Wimmelbildspiels „Agent Alice“ wird im Rückblick als klarer „Fehler“ bewertet.

Die Probleme haben sich 2016 fortgesetzt: Die mit großen Hoffnungen verbundenen Investitionen in Smartwatch-Spiele haben sich nicht ausgezahlt. Kurz nach der Gamescom 2016 hat die Geschäftsführung um die Gründer Jens Begemann und Philipp Moeser reagiert: 40 der 300 Mitarbeiter mussten das Unternehmen verlassen, die Teams wurden neu strukturiert.

GamesWirtschaft Studiotour: Zu Gast bei Wooga in Berlin

Seitdem konzentrieren sich die Berliner wieder auf jene Spiele und Genres, die das Studio zu einer der spannendsten Wachstums-Storys in der Berliner Startup-Szene gemacht haben: quietschbunte, leicht zugängliche, unwiderstehliche Casual Games für Smartphones und Tablets.

Die Aktivitäten im Midcore-Strategiemarkt wurden indes gestoppt: Erst vor wenigen Wochen hat Begemann die brach liegende App „Warlords“ samt aller Spieler-Daten und Markenrechte an InnoGames verkauft, wo man reichlich Erfahrung mit Spielen dieses Genres hat.

Jedes der drei internen Teams ist nun auf ein Segment spezialisiert, also zum Beispiel Puzzle-Spiele („Jelly Splash“, „Diamond Dash“, „Bubble Island“) oder Wimmelbild-Apps („Pearl’s Peril“). Wie die meisten anderen Groß-Studios in Deutschland hat Wooga von Tag 1 an auf das Free2play-Modell gesetzt: Der weitaus größte Umsatzbrocken entfällt weiterhin auf In-App-Käufe.

Wooga: Die Games-Zuckerbäcker aus der Backfabrik

Wooga hat seinen Sitz in der Berliner Backfabrik im Stadtteil Prenzlauer Berg, nur wenige Schritte von den Büros der Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK) entfernt. Die ehemalige Großbäckerei bietet den begehrten Backsteinwände-und-hohe-Decken-Loft-Charme und beherbergt vor allem Digitalfirmen und eCommerce-Startups wie Hello Fresh oder Lovoo, aber auch die Fitness-Studio-Kette McFit und Til Schweigers Produktionsfirma Barefoot Films.

Wer die Büros zum ersten Mal betritt, merkt sofort, dass sich Profis um die Einrichtung gekümmert haben müssen: Alles wirkt elegant, modern, verspielt, bunt, maßgefertigt und aus einem Guss, überall entdeckt man liebevolle Details und Nischen. Die verpflichteten Innenarchitekten sind in Berlin gut im Geschäft und haben unter anderem auch die Zentralen von Zalando und Idealo geplant.

In welcher Umgebung die Wooga-Spiele entstehen, zeigt Ihnen unsere exklusive Bilder-Galerie.

Die bisherigen Folgen der GamesWirtschaft Studiotour:

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