Eurovideo-Neuzugang Marc Wardenga soll das Geschäft mit Lizenzthemen wie
Eurovideo-Neuzugang Marc Wardenga soll das Geschäft mit Lizenzthemen wie "Ostwind" ausbauen.

Der Münchener Publisher Eurovideo will im Games-Segment wachsen – mit Marc Wardenga hat das Unternehmen einen erfahrenen Games-Experten angeheuert.

„Arbeiten, wo andere Urlaub machen“ – so warb Software 2000 in Stellenanzeigen für die Jobs am Standort Eutin in Schleswig-Holstein. 30 Jahre liegt die Gründung des Spieleherstellers mittlerweile zurück. Mit Klassikern wie der „Bundesliga Manager“-Serie oder „Pizza Connection“ dominierte die Gründerfamilie Wardenga in den 90er Jahren PC-Spiele-Charts, ehe das Unternehmen 2002 in die Insolvenz schlitterte.

Ab 2002 war Marc Wardenga in leitenden Positionen für CDV, Empire und Midway Games tätig, dann ab 2007 als Head of Games für die ProSiebenSat.1 Media AG.

2010 gründete Wardenga mit Playgenic einen neuen Publisher, der in mehreren Finanzierungsrunden einen siebenstelligen Betrag einsammelte – unter anderem von prominenten Business Angels und der Bayern Kapital, einer Tochter der LfA Förderbank. Zu seinen Mitstreitern zählte David Mohr, der heute die Berliner Niederlassung von Gamevil Com2Us („Summoners War“) führt. Ein Jahr später wurde die Firma wieder aufgelöst. Seitdem war Wardenga als selbstständiger Unternehmensberater tätig.

Marc Wardenga soll Games-Geschäft bei Eurovideo ausbauen

Jetzt meldet der Münchener Film-, DVD- und Spiele-Vertrieb Eurovideo den Einstieg des Branchen-Experten als Senior Product Manager Games. Im Sortiment von Eurovideo finden sich unter anderem Daedalic-Adventures wie „Deponia“, aber auch Titel wie „Battle Worlds: Kronos“, „The Book of Unwritten Tales 2“ und „Die Zwerge“ vom Bremer Entwickler King Art oder das Rockfish-Weltraumspiel „Everspace“.

In seiner neuen Funktion soll Marc Wardenga seine langjährige Erfahrung und sein internationales Netzwerk einbringen, um den Geschäftsbereich Games neu aufzustellen und auszubauen. Ein Schwerpunkt liegt in der Auswertung von Film- und TV-Marken, wie es zuletzt bei „Ostwind“ geschehen ist.

Der im Juli gestartete dritte Teil der Pferde-Saga hat bislang mehr als 1 Million Besucher in die Kinos gelockt – das dazugehörige PC-Spiel kommt vom Münchener Studio Aesir Interactive.

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